|
|
geschrieben von Inge Muff-Bongers
2. September 2010
Wie schön: die Sonne scheint wieder, der Strom vom Dach fließt munter und inzwischen sind der Wintergarten und die Rückwand mit den Holzfaserplatten verkleidet.
Unsere Arbeit an der Innendämmung beschränkt sich auf kurze Momente, wie eben gerade Zeit ist. Im Augenblick eher keine… hoffentlich werden wir rechtzeitig fertig. Unser derzeitiges provisorisches Büro ist zwar voll funktionsfähig, aber der kälteste Raum im ganzen Haus: ich sitze mit 3 Pullovern vor dem PC. Das Zimmer wird zudem bald für die Überwinterung der Pflanzen benötigt – die Nachttemperaturen liegen nur noch bei 2-3°C . Immerhin über Null…
Foto: Die Holzfaserplatten sind an der Rückwand angebracht. Die Löcher sind keine Bullaugen, sondern werden zum Einblasen der Holzfasern gebraucht. (Wie man sieht: Ich habe mich doch ganz hinauf gewagt.)
geschrieben von Inge Muff-Bongers
31. August 2010
In allen Wettersendungen wird darauf hingewiesen, dass dieser August der regenreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Das haben wir allerdings bemerkt. Es war nicht gerade schön, bei Regen auf dem Gerüst zu arbeiten. An manchen Tagen ging gar nichts wegen endlosen Regengüssen der heftigeren Art.
Auch wenn wir nicht zu denen gehören, die wegen jedem kleinen Regen gleich von “Schmuddelwetter” reden – als “Gärtnerin” ist mir das fremd – aber diese Wassermengen waren auch für den Garten zuviel bzw. die Sonnentage für die Tomaten definitiv zu wenig.
Kleine Wasserräder in den Fallrohren der Dachrinnen* hätten da manchmal womöglich mehr Strom erzeugen können als unsere zur Untätigkeit verurteilte PV-Anlage…
* ob ich diese Idee wohl zum Patent anmelden sollte?
geschrieben von Inge Muff-Bongers
28. August 2010
Da wir die hintere Fassade neu machen, hat Herr Meyer, unser Elektriker, uns empfohlen zu überlegen, wo wir evtl. noch Außenleuchten oder Steckdosen haben wollen. Und da ja auch gerade ein Gerüst da steht und unsere alte Dunstabzugshaube (Umluft!) sowieso ausgetauscht werden sollte, könnte man doch gleich eine mit Abluft installieren. Gesagt, getan: Das Loch konnte von außen mit einem Kernbohrer gebohrt werden und um zu verhindern, dass wir in der Küche nicht jetzt schon eine Großbaustelle haben, weil für den Abluftkanal ein riesengroßer Schlitz in die Wand gestemmt werden muss, war meine Idee, ihn einfach unter der neuen “Heizdecke” verschwinden zu lassen.
In der Küche macht es Sinn, die res-KlimaPaneele in der Decke zu installieren. Dafür werden Trockenbaumodule an einer Unterkonstruktion an der Decke befestigt, darunter werden in unserem Fall die Heizungsleitungen für alle anderen Räume des Stockwerks geführt und nun eben auch noch der Abluftkanal versteckt.
Die Arbeit an der Außendämmung geht, zumindest für uns, überraschend schnell vorwärts. Mein Mann, der gerade Schulferien hat, geht unserem Zimmermeister Lothar Linse als Hilfsarbeiter zur Hand und ich werde für gelegentliche Arbeiten wie das Herantragen und Hochgeben der Holzfaserplatten eingesetzt.
Zuerst werden Träger an die Wand geschraubt (sorgfältig ausgerichtet!), darauf werden dicke Holzfaserplatten befestigt. Der Zwischenraum wird mit einer Holzfaser-Einblasdämmung fugenfrei ausgeblasen. Dann wird alles in eine dampfdurchlässige, aber spritzwasserdichte “Folie” gepackt und schließlich eine offene Verschalung aus Lärche auf Rahmenschenkel geschraubt.
Auf dem Bild sind alle fleißig: Ganz oben auf dem Dach produzieren unsere res-Pv++ Module Strom, oben auf dem Gerüst befestigt Herr Linse mit Hilfe meines Mannes die Träger und darunter sind Mitarbeiter von Wiedenmann damit beschäftigt, das Loch für die Dunstabzugshaube zu bohren.
geschrieben von Inge Muff-Bongers
21. August 2010
Zwischen Herrn Schirrle von res und unserem Gas-Wasser-Installateur, Herrn Wiedenmann, fand ein erstes, wichtiges Gespräch statt, bei dem u. a. die Aufgabenverteilung abgeklärt wurde. Für so ein Projekt wie die Installation der res-solAutark ist es sinnvoll, den Installateur vor Ort mit einzubeziehen. Und da die Firma Wiedenmann seit 25 Jahren in unserem Haus alles gemacht hat – z. B. neue Bäder, Dächer, eine Solaranlage usw. (einschließlich eines Schneckenzaunes für meine Gemüsegarten!) -, kennen sich die Mitarbeiter bestens im Haus aus.
Jetzt müssen allerdings erst ‘mal wir mit der Innendämmung vorankommen…
geschrieben von Inge Muff-Bongers
20. August 2010
Die Arbeit an der Außendämmung der Rückseite hat begonnen. Dazu mussten wir allerdings erst ‘mal einen dichten Dschungel von Kletterpflanzen vom Haus entfernen. Der Efeu hat einen dichten Teppich auf dem Weg gebildet und armdicke Wurzeln zwischen Haus und Betonweg geschoben. Niemand weiß, wohin diese Wurzeln reichen…
 
Unser Garten hat sich inzwischen in eine Zimmerei verwandelt, das Gerüst ist auch aufgebaut. Ich weiß noch nicht, ob ich mich bis ganz oben hinauf wage…

geschrieben von Inge Muff-Bongers
16. August 2010
Von unserem Elektroinstallateur wurden neue Leitungen in den Büros verlegt, Steckdosen versetzt und für die Dämmung vorbereitet und – hurra! Telefonleitungen und Leerrohre für die Elektronik in den Keller gelegt, wohin dann Router und das ganze andere Elektronikchaos verbannt werden. Nach dem Motto “Wenn Sie schon dabei sind zu reißen…” kommen ständig noch weitere Arbeiten dazu. Zum Beispiel eine neue Dunstabzugshaube, aber davon später.
geschrieben von Inge Muff-Bongers
14. August 2010
Wir haben jetzt fast 25 Jahre gebraucht, um uns durchzuringen, unser Haus zu dämmen. Zwei entscheidende Argumente gab es bisher gegen die Dämmung: von außen unmöglich, weil dann die Backsteinfassade und die schönen Fenstereinfassungen verschwinden würden, von innen unmöglich, weil wir dann den in einigen Zimmern vorhandenen 100 Jahre alten Stuck an der Decke entfernen müssten. Jetzt beißen wir in den sauren Apfel: unter Bauchweh und Wehmut setze ich den Meißel an den Stuck, aber es hilft alles nichts, er muss der energetischen Notwendigkeiten des 21. Jahrhunderts weichen. Es tut mir wirklich weh, vor allem, als ich bemerke, dass es sich nicht um aufgesetzte Stuckleisten handelt, sondern um an Ort und Stelle handwerklich kunstvoll angebrachten Gipsstuck.
Es ist eine ziemlich anstrengende “Drecksarbeit”. Feinstaub gibt’s zwar keinen, dafür aber jede Menge groben Staub. Kopftuch und Atemschutz helfen da ein wenig.
Eine weitere historische Entdeckung: in einem abgeschlagenen Stuckteil finde ich einen kleinen, vertrockneten Frosch (also sozusagen eine hundertjährige Leiche). Als das Haus gebaut und der Stuck angebracht wurde, gab es hier noch keine Wasserleitung. Also holte man das Wasser aus dem Bach – einschließlich dem armen Molch…
geschrieben von Inge Muff-Bongers
12. August 2010
Unser Dämmmaterial – zeitweise auch “Gartendeko” genannt – muss ins Trockene: also nehmen wir eine Regenpause wahr und verteilen das Material. Das, was wir in den beiden momentan “in Arbeit” befindlichen Räumen benötigen, wird gleich dort gelagert, der große Rest kommt in unsere “Werkstatt” (in Anführungszeichen, weil wir den Raum nur so nennen, von einer wirklichen Werkstatt ist er so weit entfernt wie wir von der Vollendung unserer Dämm- und Heizungsanlagenarbeiten). Obwohl das Dämmaterial nicht besonderns schwer ist (95 % Luft), bedeutet es doch einige Schlepperei, alles unter Dach&Fach zu bringen.
geschrieben von Inge Muff-Bongers
11. August 2010
In einem alten Haus steht vor der neuen Installation leider immer erst der Abriss vom Alten. Da in unserem Haus schon etliche Generationen und Besitzer umgebaut haben, ist nicht immer erkennbar, wo welche Leitung läuft und warum. Unliebsame Überraschungen bleiben da nicht aus…
Wie einfach muss die Installation einer res-solAutark doch in einem jüngeren Einfamilienhaus sein… ganz zu schweigen von einem Neubau, wenn sie gleich mit eingeplant wird!!!
Die Heizkörper sind abmontiert - die Leitungen waren hinter einer abenteuerlichen Verkleidung verborgen.
Beim Entfernen der Tapeten fand ich an der Stelle, an der ein Heizkörper montiert war, “historische” Tapetenreste. Darunter war – wie früher üblich – eine Lage Zeitungen tapeziert.
In unserem Fall eine Zeitung der Tonindustrie von 1914!
geschrieben von Inge Muff-Bongers
10. August 2010
Kein richtiges Sommerwetter, kein richtiges Wetter für PV-Anlagen. Aber trotzdem haben wir das Gefühl, dass nach den anfänglichen, wetterbedingten Höhenflügen nun so langsam Normalität einkehrt: Unsere res-PV++ Module machen zwar fleißig Strom, aber doch nicht mehr so wie in den ersten paar Wochen, in denen wir von der Sonne verwöhnt wurden wie der badische Wein. Inzwischen ist auch – wir können nicht so richtig nachvollziehen warum – unser Stromverbrauch insgesamt gestiegen: waren wir in den ersten Wochen bei einem durchschnittlichen Verbrauch von rd. 5,5 kwh pro Tag, so sind wir inzwischen bei 6,1 kwh pro Tag angelangt (der Durchschnitt für einen Zwei-Personen-Haushalt in Deutschland liegt – je nach Quelle – zwischen 7,4 und 8,3 kwh pro Tag). Etwas über 37 % unserer Stromproduktion verbrauchen wir selbst (anfänglich waren es unter 30 %), 55 % unseres verbrauchten Stroms beziehen wir von NATURSTROM, 45 % sind selbst produziert.
Unsere Anlage ist jetzt genau 50 Tage in Betrieb und unsere fleißigen Module haben 21 % ihres berechneten Jahressolls geschafft. Na ja, die müssen natürlich im Sommer “vorarbeiten”, da sie im Winter ja wesentlich länger pennen (die halten es wie die Menschen früher: wenn’s hell wird, steht man auf, und wenn’s dunkel wird, geht man ins Bett – zwischendrin wird gearbeitet, Freizeit – was soll das sein???).
|
|